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Tuina: Die manuelle Therapie der chinesischen Medizin
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Tuina: Die manuelle Therapie der chinesischen Medizin
Manuelle Tuina-Behandlung am Ruecken

Tuina: Die manuelle Therapie der chinesischen Medizin

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) ist im Westen vor allem durch die Akupunktur bekannt. Sie umfasst jedoch mehrere Bausteine, und einer davon ist Tuina, die manuelle Therapie der chinesischen Medizin. Tuina (gesprochen „Tui-Na“) arbeitet ausschliesslich mit den Händen und gehört in China seit Jahrhunderten zum festen Bestand der medizinischen Tradition. In diesem Beitrag möchten wir Ihnen erläutern, was Tuina ist, welche Grifftechniken dabei zum Einsatz kommen und worin der Unterschied zu einer klassischen Wellness-Massage liegt.

Was ist Tuina?

Der Begriff Tuina setzt sich aus den chinesischen Wörtern „tui“ (schieben, drücken) und „na“ (greifen, ziehen) zusammen und beschreibt damit bereits zwei der wesentlichen Bewegungsmuster dieser Therapieform. Tuina ist keine reine Massage im westlichen Sinn, sondern eine manuelle Behandlungsmethode, die auf den gleichen theoretischen Grundlagen wie die Akupunktur beruht.

Im Verständnis der chinesischen Medizin fliesst die Lebensenergie (Qi) entlang definierter Leitbahnen, der sogenannten Meridiane. Mit gezielten Handgriffen wird entlang dieser Meridiane und an einzelnen Druckpunkten gearbeitet. Das Ziel aus Sicht der TCM ist es, den Fluss von Qi und Blut zu fördern und das Zusammenspiel der Körperfunktionen zu unterstützen. Tuina wird in der TCM begleitend eingesetzt und versteht sich als Teil eines ganzheitlichen Behandlungskonzepts.

Typische Grifftechniken

Tuina kennt eine grosse Bandbreite an Handgriffen, die je nach Beschwerdebild und Körperregion ausgewählt und kombiniert werden. Die Behandlung kann dabei sanft und beruhigend oder kräftiger und anregend ausfallen. Zu den häufig angewendeten Techniken gehören:

  • Drücken: punktueller Druck mit Daumen, Handballen oder Ellbogen auf bestimmte Punkte entlang der Meridiane.
  • Kneten: kreisende, knetende Bewegungen, die auf das tieferliegende Gewebe und die Muskulatur wirken.
  • Streichen und Schieben: fliessende Bewegungen, die dem Verlauf der Leitbahnen folgen.
  • Rollen und Reiben: rhythmische Techniken, die Wärme erzeugen und die Region durchbluten sollen.
  • Greifen und Ziehen: das sanfte Fassen und Lösen von Muskelpartien und Gewebe.

Die Auswahl und Reihenfolge der Griffe richtet sich nach der individuellen Konstitution und dem Befinden des Patienten. Erfahrung und Fingerspitzengefühl der Behandlerin oder des Behandlers spielen dabei eine zentrale Rolle, da Druckstärke und Tempo fein auf die jeweilige Person abgestimmt werden.

Worin unterscheidet sich Tuina von einer Wellness-Massage?

Eine klassische Wellness-Massage hat in erster Linie das Ziel, zu entspannen und das allgemeine Wohlbefinden zu steigern. Das ist ein wertvoller Effekt, der bei Tuina ebenfalls auftreten kann. Der Ansatz von Tuina geht jedoch darüber hinaus.

Tuina folgt der Logik der chinesischen Medizin. Vor der Behandlung steht in der Regel ein Gespräch, in dem das Beschwerdebild und die Konstitution erfasst werden. Daraus ergibt sich, an welchen Meridianen und Punkten gearbeitet wird. Während eine Wellness-Massage meist grossflächig und nach einem festen Ablauf erfolgt, ist Tuina gezielter und individueller ausgerichtet. Die Griffe werden bewusst gewählt, um aus Sicht der TCM bestimmte Regionen und Funktionskreise anzusprechen.

Wofür wird Tuina traditionell begleitend eingesetzt?

In der chinesischen Tradition wird Tuina bei einer Vielzahl von Themen begleitend angewendet, häufig im Zusammenhang mit dem Bewegungsapparat und mit muskulären Verspannungen. Viele Menschen empfinden die Behandlung als wohltuend und entspannend.

Typische Anlässe, bei denen Tuina in der TCM unterstützend zum Einsatz kommt, sind Verspannungen im Nacken-, Schulter- und Rückenbereich, ein allgemeines Gefühl von Steifheit sowie der Wunsch nach körperlicher und innerer Entspannung. Wichtig ist uns der Hinweis: Tuina ist eine komplementärmedizinische Methode. Sie ersetzt keine ärztliche Abklärung oder Behandlung. Bei anhaltenden, starken oder unklaren Beschwerden sollte immer zuerst eine ärztliche Untersuchung erfolgen. Tuina kann eine schulmedizinische Behandlung begleiten, jedoch nicht an deren Stelle treten.

Eine individuelle Methode mit langer Tradition

Tuina ist eine eigenständige, traditionsreiche Methode innerhalb der chinesischen Medizin, die ganz ohne Geräte oder Hilfsmittel auskommt und allein über die geschulten Hände wirkt. Gerade diese persönliche und unmittelbare Form der Behandlung wird von vielen Menschen als angenehm und zugewandt erlebt.

Ob Tuina für Ihre persönliche Situation sinnvoll sein kann, lässt sich am besten in einem ruhigen, persönlichen Gespräch klären. In der Praxis TCM-Zhao in St. Gallen nimmt sich Dr. Jiangong Zhao mit seiner langjährigen Erfahrung in der Traditionellen Chinesischen Medizin gerne Zeit, um Ihre Anliegen anzuhören und gemeinsam mit Ihnen zu besprechen, welche Möglichkeiten für Sie infrage kommen. Sie sind herzlich eingeladen, für ein unverbindliches Erstgespräch mit uns Kontakt aufzunehmen.

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